Kennst du das? Du nimmst dir etwas vor – und dann kommt die Bequemlichkeit. Der Wille schwächelt. Die Ablenkung gewinnt.
Ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Immer wieder komme ich an Punkte, an denen ich nachgeben möchte – und es manchmal auch tue, wenn ich nicht bewusst hinschaue. Was dabei bleibt, ist ein schlechtes Gewissen. Weil ich weiß: Ich habe meinen eigenen Vorsätzen nicht vertraut.
Ich zeige damit, dass ich nicht immer so konsequent bin. Dass ich entgegen meiner eigenen Intention handle. Dass ich womöglich auch nicht zuverlässig bin. Mein Umfeld merkt das vielleicht nicht, aber ich merke es. Und das Universum merkt es auch.
Was bringt mir das, außer kurzfristiger Besserung meiner Laune? Ein schlechtes Gewissen – weil ich ganz genau weiß, dass ich meine selbst gesteckten Ziele nicht erreicht habe. Ich denke, das kennst du auch.
Also, was können wir tun?
Wir können zeigen, dass wir an uns arbeiten. Wir können lernen, unseren Körper wertzuschätzen – denn er ist das Gefäß, in dem unser Geist und unsere Seele hier auf Erden zu Hause sind. Wenn wir verstehen, dass geistige Entwicklung mit körperlicher Entwicklung und körperlichem Wohlbefinden einhergeht, dann kommt der Rückenwind automatisch.
Ich selbst starte zum Beispiel jeden Morgen mit einer kleinen Routine – einige Minuten Dehnen, noch vor dem Frühstück, um meine Gelenke in Schwung zu bringen. Und darüber hinaus tue ich regelmäßig etwas für meine Kraft und Ausdauer – nicht übertrieben, aber stetig – so, dass es gut in meinen Wochenrhythmus passt. Und immer kommt es vor, dass ich dabei meinen inneren Schweinehund überwinden muss! Auch wenn ich schon lange dabei bin. Es ist nicht immer leicht, aber ich bleibe konsequent.
Und genau diese Disziplin und Routine geben mir dann auch Rückenwind für meinen Alltag. Ich merke den Unterschied sofort – an den Tagen, an denen ich meinen Vorsätzen folge, und an den Tagen, an denen ich es nicht tue.
Was ich dabei gelernt habe: Körper und Geist sind keine getrennten Welten. Je mehr ich meinen Körper mit Konsequenz und Fürsorge behandle – beim Sport, beim Schlafen, bei der Ernährung –, desto stabiler werde ich auch mental.
Die Stoiker wussten das bereits. Ein disziplinierter Geist braucht einen disziplinierten Körper. Das war vor 2000 Jahren wahr – und gilt heute noch genauso.
Deshalb: Nimm deinen Körper mit auf den Weg. Er ist dein stärkster Verbündeter.